Exklusive Neuentwicklung verhindert Unfälle

ALTENDORF SICHERHEITSASSISTENT BEGEISTERT AUF DER LIGNA ANWENDER UND FACHPRESSE

Wenn es auf dem Messestand der neuen Altendorf Group zu Gruppenbildungen kam, dann in schöner Regelmäßigkeit bei der Vorführung der neuesten Entwicklung an einer Altendorf Formatkreissäge. Das Fachpublikum aus aller Welt staunte nicht schlecht, wenn ein Mitarbeiter des Entwicklungsteams der Altendorf Group mit normaler Vorschubgeschwindigkeit die Hand Richtung Sägeblatt führt - und keinerlei Verletzung erfolgt.

Denn das Sägeblatt war in Sekundenbruchteilen einfach verschwunden. Dabei handelte es sich um ein 400 mm Sägeblatt, das bei ca. 5000 U/min arbeitete. Zusätzlich wird das Sägeblatt bis zum Stillstand abgebremst. Somit funktioniert dieses Sicherheitssystem - im Gegensatz zu anderen Herstellern - auch bei größeren Sägeblättern.


Die Demonstration auf der Messe erzielte großartige Wirkung bei allen, die sie mit eigenen Augen verfolgten: Anwender, Händler und internationale Fachpresse konnten sich davon überzeugen, dass "ASA", so der vorläufige Arbeitstitel der Entwicklung, Unfälle an der Formatkreissäge gar nicht erst zulässt. Und überzeugende technische Maßnahmen in drei Stufen dazu führen, Vorsicht und Vermeidung walten zu lassen.


Die Details:

Früherkennung der Gefahrensituation
Keine Beschädigung von Maschine oder Sägeblatt
Keine Einschränkung bei Werkstoffen
Keine Einschränkung bei Arbeitshandschuhen
3-stufiges Warnsystem
Optische Erkennungstechnik

Die Unversehrtheit des Bedieners im Fokus

Karl-Friedrich Schröder, Entwicklungsleiter der Altendorf Group, erläuterte am Händlerabend vor ca. 120 internationalen Handelspartnern den Antrieb zu der bahnbrechenden Entwicklung von "ASA": "Es hat uns keine Ruhe gelassen, dass bestehende Systeme, wie auch das bekannte "Saw Stop", immer erst einsetzen, nachdem der Unfall passiert ist und gleichzeitig auch noch Teile der Maschine zerstören. Unser Ziel war es, früher anzusetzen. Wir wollten in erster Linie Unfälle und lebensgefährliche Verletzungen vermeiden, also den Bediener schützen. Dazu müssen wir die Gefährdung frühzeitig erkennen, ohne die Entscheidung des Bedieners vorwegzunehmen. Deshalb haben wir ein dreistufiges System entwickelt. In Phase eins gibt die Maschine ein optisches Signal. In Phase zwei wird die Drehzahl des Sägeblatts abgesenkt. Der Bediener spürt den Widerstand haptisch sehr deutlich. Damit gewinnen wir wertvolle Zeit, auch wenn es nur Zehntelsekunden sind, um das System auf Phase drei und damit auf den Totalstopp und auf die Absenkung des Aggregats vorzubereiten."

Entscheidend ist der Zeitpunkt der Gefahrenerkennung

Das System der Altendorf Group basiert auf der Früherkennung einer Gefahrensituation. Verschieden definierte Situationen werden als Parameter erkannt und eingeordnet. Technisch wird das mittels mehrerer Kameras gelöst, deren Daten von einem leistungsstarken Rechner synchronisiert werden. Erkennt das System eine Gefährdungssituation, wird der Anwender wie beschrieben in zwei Stufen gewarnt, und in der dritten wird die Gefahr beseitigt: Es kommt zum Schnellhalt des Hauptsägeblattes und der Schnellabsenkung des Sägeaggregats. Und was auch wichtig ist: Die Maschine kann nach dem Vorfall direkt weiterarbeiten. Eine Beschädigung der Maschine oder des Sägeblattes findet nicht statt - ein weiterer Vorteil gegenüber anderen marktüblichen Lösungen. Aufgrund der rechtzeitigen Erkennung einer gefahrbringenden Situation erfolgen Absenken und Abbremsen des Sägeblatts gesteuert und bringen somit keine zusätzliche Belastung in die präzisen Führungen des Sägeaggregates.

Das optische System erkennt auch Arbeitshandschuhe

Weil die Entwickler der Altendorf Group besonderen Wert auf die Unversehrtheit der Bediener legen, fragten sie sich anfangs: Was passiert, wenn der Bediener Arbeitshandschuhe trägt? Schnell war damit klar, dass statt sensorischer Lösungen eher optische Erkennungstechnik in Frage kam. Die eingesetzten Kamerasysteme sind so ausgelegt, dass sie die Gefahrensituation auch erkennen, wenn der Anwender mit oder ohne Handschuhen arbeitet. Diese optische Lösung ist somit gegenüber sensorischen Systemen überlegen, die ausschließlich auf Wärme und menschliche Haut reagieren.

Keine Einschränkungen bei den Werkstoffen

Darüber hinaus ist das System auch unempfindlich gegenüber feuchtem Holz, sowie leitfähigen Materialien und Beschichtungen. Es entspricht damit dem Entwicklungsziel, den Maschinenbediener nicht in seinen Handlungen einzuschränken. Schröder erläutert: "Wir von Altendorf wissen, dass in den über 130 Ländern, in denen unsere Maschinen ihren Dienst tun, in überwältigender Mehrheit ungelernte Kräfte die Säge bedienen. All' diese Menschen schützt unser System vor Verletzungen. Und unsere Handwerksbetriebe profitieren wirtschaftlich, indem Mitarbeiter- wie Maschinenausfälle relevant reduziert werden."

Auf die Frage, wann das System serienreif ist, verweist man bei der Altendorf Group auf die zahlreichen und umfangreichen nationalen und internationalen Abnahmeverfahren durch Berufsgenossenschaften und Behörden. Technisch arbeitet das System hervorragend, das konnte man auf der LIGNA überzeugend demonstrieren. Man wolle wie bei der Lösung selbst auch bei der Zulassung auf Nummer sicher gehen, das sei man den Bedienern schuldig. Die Patente sind angemeldet, das gesamte Verfahren ist im Gang. Vor 2020 ist daher realistischerweise mit einem Verkaufsstart nicht zu rechnen.

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